Good Riddance – Jahresrückblick 2017

Jahreszahl 2017 in Wolken vor blauem Himmel

2017 war nicht unser Jahr. 2017 hat uns alles abverlangt und uns weit über unsere Grenzen hinaus getrieben. Mein Mann, der Mupfpapa, erkrankte schwer, weil eine Lungenentzündung nicht rechtzeitig als solche erkannt wurde, schwebte in Lebensgefahr, lag insgesamt fast fünf Wochen im Krankenhaus, davon allein zwölf Tage auf der Intensivstation, wurde zwei Mal operiert – das Thema beschäftigte uns von Ende April bis Mitte September und dominierte das Jahr vollkommen. Ich spüre die Erschöpfung immer noch.

Und so sehr ich das Ende des Jahres 2017 herbei gesehnt habe, den Jahreswechsel als symbolisches Ende dieser ganzen Leidensgeschichte, den emotionalen Neustart, so schwer fiel es mir, nochmal aufs Jahr zurückzublicken und diesen Rückblick zu schreiben. Aber es muss sein, als Abschluss, als Strich drunter.

Und dabei fällt auf: Natürlich war das Jahr nicht nur schlecht! Wir feierten im Sommer den 1. Geburtstag unseres Sohnes und den 40. Geburtstag des Mupfpapas. Die geplante große Feier fiel aus, aber wir konnten einigermaßen gesund zusammensitzen und Erdbeerkuchen essen und nach einer langen Zitterpartie, während der es überhaupt nicht klar war, dass solche vermeintlich kleinen Freuden nochmal stattfinden könnten, war das doch verdammt viel wert!

Trotzdem… ich merke bei der Auseinandersetzung, wie frisch „das alles“ noch ist. Gestern scrollte ich durch meinen Instagram-Account und schaute mir die Bilder des vergangenen Jahres an. Viele Situationen und die Gefühle sind mir noch sehr präsent, plötzlich war ich wieder mitten drin und es fühlte sich furchtbar an.

Und deshalb weiche ich von meinem ursprünglichen Plan, einen sehr viel umfassenderen Rückblick zu schreiben, fürs Erste ab, und liefere nur den kleinen Fragebogen ab, den ich auch 2016 schon für den Rückblick verwendet habe.

Zugenommen oder abgenommen?
Etwa 5,5kg abgenommen. Das ist ein Anfang

Haare länger oder kürzer?
Sehr viel kürzer. Ich habe es 2017 immerhin zwei Mal zum Friseur geschafft.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
„Gefühlt“ bin ich in letzter Zeit kurzsichtiger geworden.

Mehr Geld oder weniger?
Durch die lange Krankheit des Mupfpapas und das Ende meines Elterngeldes wurde es im Laufes des Jahres etwas brenzlig. Jetzt arbeitet er (deswegen) wieder voll, sodass wir zum Jahresende mehr Geld haben als im letzten Jahr.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Wir mussten uns – ebenfalls krankheitsbedingt – einen verdammt teuren Umzug leisten, weil wir quasi nichts selbst machen konnten. Auch der lange Krankenhausaufenthalt hat ordentlich zu Buche geschlagen, wenn man allein die Parkgebühren und Fahrtkosten betrachtet. Letzteres war aber wichtig und ich würde immer wieder so machen. Klar.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht die Idee, den beschlossenen Umzug durchzuziehen, trotz unklarer gesundheitlicher Perspektive. Aber wir hatten die Wohnung gekündigt und den Mietvertrag für das Haus unterschrieben… Einigermaßen überraschend gelang das wahnwitzige Projekt und ich fand sogar zum Wunschtermin Nachmieter, die die Wohnung unrenoviert übernahmen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Die Gefahren kamen ganz von selbst in diesem Jahr, da mussten wir nichts mehr beitragen.

Die teuerste Anschaffung?
Unser heißgeliebter Saugwischer*, den wir uns selbst zu Weihnachten geschenkt haben. Und er ist jeden Cent wert!

Das leckerste Essen?
Kanelbullar in Schweden.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe 2017 so wenig gelesen wie noch nie in meinem Leben, seit ich lesen kann. Das macht mich wirklich traurig.

Der ergreifendste Film?
Hm. Ich erinnere mich nicht mal, überhaupt einen Film gesehen zu haben,

Die beste Serie?
Nicht neu, aber meine Entdeckung der letzten Monate ist „Outlander“. Die erste Staffel von „Designated Survivor“ habe ich sehr gerne gesehen (die zweite stinkt dagegen ab, aber noch gucke ich weiter), „Please like me“ hat einen wirklich wunderbaren Humor. „Star Trek Discovery“ ist toll! (Alle Netflix.)

Die beste CD?
Puh…

Das schönste Konzert?
Konzertloses Jahr. Schon wieder. Das darf 2018 gern anders sein.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Dem Mupf.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Meiner kleinen Familie, die so unendlich wertvoll ist.

Vorherrschendes Gefühl 2017?
Hilfe, Ausnahmezustand!

2017 zum ersten Mal getan?
Um das Leben einer anderen Person gefürchtet. Eine Intensivstation besucht, mit Mundschutz, Kittel und Handschuhen und allem Pipapo. Den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Das Grab meines Vaters besucht. Nach Schweden gefahren.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Das große Thema „Lungenentzündung“. Den Treppensturz des Mupfes und den anschließenden Krankenhausaufenthalt. Das Theater mit meiner Mutter.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Den Mupfpapa von der Idee, dass ein zweiter Hund eine Bereicherung wäre (in progress).

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Der Mupf bekam zu Weihnachten eine Kinderküche, mit der seitdem beinahe ununterbrochen spielt. Ansonsten: Zeit, zum Beispiel am Krankenbett. Stunde um Stunde, jeden Tag.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die überwältigende Anteilnahme und Unterstützung, die mich aus meinem Online-Clan erreicht: Besuche, Postkarten, Päckchen, Nachrichten. Das hat uns sehr getragen.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Die OP ist gut verlaufen und Ihr Mann wird wieder ganz gesund werden.“ (Die operierende Ärztin am Telefon.)

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Die OP ist gut verlaufen und er wird wieder ganz gesund werden, sagt die Ärztin.“ (Ich, circa tausend Mal am Telefon.)

Besseren Job oder schlechteren?
Immer noch Elternzeit.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
„Das Buch ohne Bilder“ von B.J. Novak habe ich bei Suse von Ich lebe! Jetzt! gewonnen.

Mehr bewegt oder weniger?
Deutlich mehr als im Vorjahr. Die tägliche große Runde mit Kind und Fellkind tut gut, außerdem waren wir am Wochenende regelmäßig wandern.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Ich selbst war 2017 ganz gesund, abgesehen von ein bisschen Schnupfen und Halsweh

Davon war für Dich die Schlimmste?
Stimmt nicht ganz: Im Sommer brach ich mir den linken Zeigezeh. Das war schmerzhaft und mehr als lästig und zwickt bis heute.

Dein Wort des Jahres?
Genesung.

Dein Unwort des Jahres?
Lungenentzündung.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich habe 2017 zu wenig Blogs gelesen, um das sinnvoll beantworten zu können.

Dein größter Wunsch fürs kommende Jahr?
Urlaub mit meiner kleinen Familie. Erholung für mich. Ankommen am neuen Wohnort. Alltag. Arbeiten.

2017 war mit einem Wort…?
Beschissen.

Die Vorlage für diesen Fragebogen habe ich bei Frische Brise und Frau Brüllen gemopst.

 

* Affiliate-Link (Was heißt das?)

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