1000 Fragen an mich #4

Nachdem ich ein par Anlaufschwierigkeiten hatte und die ersten drei Teile der 1000 Fragen in einem Beitrag zusammenfassen musste, bin ich ein bisschen stolz darauf, heute pünktlich mit Part 4 fertig zu sein. Dieser Teil des Michselbstwichtigfindens klappt schon mal. Awesome!

Es hat mir wieder Spaß gemacht. Ich bemühe mich, authentische Antworten zu geben, und es ist interessant zu sehen, welche Fragen da plötzlich „schwierig“ werden. Das sind die Stellen, an denen es dann in der Regel spannend wird. Nicht alles davon findet sich hier im Blog, weil halt… Aber alles, was einigermaßen öffentlichkeitstauglich ist, steht hier:

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Jetzt und hier

Seit über einer Stunde sitze ich nun mit dem schlafenden Mupf im Arm da. Er war vorhin so überdreht, an Einschlafen war nicht zu denken, die Stimmung drohte zu kippen. Also nahm ich ihn in den Arm, wiegte ihn und sang leise in Dauerschleife Schlaflieder. Erst wehrte er sich ein bisschen, bald schlief er aber doch ein.

Und jetzt sitze ich hier mit eiskalten Füßen. Ich hatte es anders geplant und habe mich deswegen nicht vorbereitet, habe keine Socken an und keine Decke in Reichweite. Ich habe Durst und nichts zu trinken, ich muss aufs Klo, mein rechter Arm wird langsam taub und mein Handy hat nur noch 11 Prozent Akku.

Kurz: Das ist der beste Moment des Tages!

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1000 Fragen an mich, Teil 1 bis 3

Ich gebe es nicht gerne zu: Es fällt mir schwer, mich gut um mich selbst zu kümmern. Mich wichtig genug zu finden und mir zu erlauben, Umstände zu machen, mir selbst und anderen. „Jaja“, wirst Du sagen, „so ist das halt, wenn man ein Kleinkind hat, da ist alles andere wichtiger als man selbst.“ „Leider nein“, werde ich Dir dann antworten, „damit hat das nichts zu tun.“ Es ist vielmehr ein Problem, das mich schon ein Leben lang begleitet und das mir mit schöner Regelmäßigkeit ein Bein stellt, weil ich mich pushe, immer weiter, weit über meine Grenzen hinaus, und dann noch ein Stückchen weiter, und weil ich dann immer noch nicht akzeptiere, dass es diese Grenzen gibt und dass sie auch vollkommen ok sind.

Nachdem das vergangene Jahr stark davon geprägt war, irgendwie die lange Krankheit des Mupfpapas zu überstehen und den „Laden“ Familie am Laufen zu halten, haben alte Muster wieder die Oberhand gewonnen: Ich habe mich konsequent hintenangestellt, habe die anstehenden Aufgaben alle einigermaßen bewältigt, der Laden lief – und ich kroch auf dem Zahnfleisch hinterher. Ich spüre jetzt, etwa sechs Monate nach der Entwarnung, wie mir diese Zeit nachhängt, wie ich die angesammelte Erschöpfung nicht loswerde. Höchste Zeit, das zu ändern! Ich muss es wieder üben, mich selbst wichtig zu nehmen, mich selbst zur Priorität zu machen und dafür zu sorgen, dass es mir gut geht.

Und deshalb werde ich von nun an (hoffentlich wöchentlich) an der Bloggeraktion #1000fragenzudirselbst teilnehmen, die Bloggerin Johanna Pinkepank ins Leben gerufen hat. Die 1000 Fragen stammen ursprünglich aus der Zeitschrift Flow, in hübschen Zwanzigerpaketen begleiten sie uns nun durch das Jahr 2018.

Also dann, Bühne frei füüüür… MICH!

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Anstatt guter Vorsätze… Meine Ziele 2018

Weil ich in diesem Jahr keine Lust habe auf die vielen ach so tollen Vorsätze, die dann größtenteils den Januar nicht überleben, habe ich mir für 2018 einen etwas anderen Ansatz überlegt: Ziele setzen! Denn letzten Endes fassen wir ja die berühmt-berüchtigten Vorsätze, um was auch immer zu erreichen. Dafür nehmen wir uns Maßnahmen vor wie „drei Mal in der Woche joggen“ oder „jeden Tag zehn Minuten aufräumen“. Warum also nicht mal vom Ergebnis her denken?  Weiterlesen

Good Riddance – Jahresrückblick 2017

2017 war nicht unser Jahr. 2017 hat uns alles abverlangt und uns weit über unsere Grenzen hinaus getrieben. Mein Mann, der Mupfpapa, erkrankte schwer, weil eine Lungenentzündung nicht rechtzeitig als solche erkannt wurde, schwebte in Lebensgefahr, lag insgesamt fast fünf Wochen im Krankenhaus, davon allein zwölf Tage auf der Intensivstation, wurde zwei Mal operiert – das Thema beschäftigte uns von Ende April bis Mitte September und dominierte das Jahr vollkommen. Ich spüre die Erschöpfung immer noch.

Und so sehr ich das Ende des Jahres 2017 herbei gesehnt habe, den Jahreswechsel als symbolisches Ende dieser ganzen Leidensgeschichte, den emotionalen Neustart, so schwer fiel es mir, nochmal aufs Jahr zurückzublicken und diesen Rückblick zu schreiben. Aber es muss sein, als Abschluss, als Strich drunter.

Und dabei fällt auf: Natürlich war das Jahr nicht nur schlecht! Wir feierten im Sommer den 1. Geburtstag unseres Sohnes und den 40. Geburtstag des Mupfpapas. Die geplante große Feier fiel aus, aber wir konnten einigermaßen gesund zusammensitzen und Erdbeerkuchen essen und nach einer langen Zitterpartie, während der es überhaupt nicht klar war, dass solche vermeintlich kleinen Freuden nochmal stattfinden könnten, war das doch verdammt viel wert! Weiterlesen